Silber beim deutschen Jugend-Pokal der FU14

Im brandenburgischen Senftenberg fand am 7. und 8. November das Bundesfinale des diesjährig erstmals ausgetragenen deutschen Jugendpokals der U14 statt. Mit 36 Mannschaften bei den Jungs und 29 Mannschaften bei den Mädchen war diese Veranstaltung hervorragend besetzt.

Unsere Mädchen hatten sich zuvor durch den Gewinn des Landesentscheids für das Finale qualifiziert und sie wollten auch auf Bundesebene zeigen, dass sie eine starke Truppe sind. Insgesamt zehn Kinder waren heuer in der Mannschaft, bei der in jeweils fünf Gewichtsklassen gekämpft wird.
Unser Team bestand aus:

Bis 38kg:
Bettina Bauer
Alexandra Yushkevich
Theresa Kuhn
Bis 44kg:
Samira Bock
Julia Kuhn
Bis 50kg:
Tina Vovk
Philine Brodnig
Bis 57kg:
Reka Fülöp
Plus 57kg:
Anna Gerg

Leider konnte Chiara Thomas diesmal nicht dabei sein, weshalb nur neun Kinder in Brandenburg antraten.
Die zweitätige Veranstaltung war in eine Gruppenphase und eine KO-Runde gegliedert und unsere Mädels fanden sich in einer starken Gruppe mit drei Teams aus dem Osten Deutschlands wieder. Da Reka verletzungsbedingt keine Punkte holen konnte, mussten von den vier verbliebenen Kämpfen jeweils drei gewonnen werden um den Sieg in der jeweiligen Runde zu sichern, was natürlich ein gewisses Handicap für das Team darstellte.

Nach der Anreise am Freitag mit Abendessen beim wohl einzigen Italiener in Senftenberg waren wir alle gespannt, was das Turnier so zu bieten hatte. In der ersten Runde gegen Potsdam ging es schon knapp her und nach einem 2:2 musste Anna zum ersten Mal den entscheidenden Punkt sichern, was ihr auch gelang. In der nächsten Begegnung gegen Schwerin stand es nach vier Begegnungen erneut 2:2 und wieder war es Anna die den entscheidenden dritten Punkt für uns holte. In der darauffolgenden Runde gegen Leipzig ging dann aber der entscheidende letzte Punkt an die Sachsen, und wir konnten nur dank der „Schützenhilfe“ von Potsdam, die wiederum Schwerin besiegten, als Gruppenzweiter in die KO-Runde kommen.

Nach dieser sehr harten Vorrunde ging es danach gegen das uns schon vom Landesentscheid bekannte Team aus Altenfurt/Eckenthal in die Ansscheidungsphase. Erneut gelang es unserem Team bis zum 2:2 zu kommen und wieder war es Anna die ihre Gegnerin niederrang um den entscheidenden dritten Punkt zu holen. Mit diesem Sieg fand dann auch der erste Wettkampftag sein Ende. Alle freuten sich auf ein gemeinsames Abendessen und Dank „Pizzaservice Bauer“ wurde zum Ausklang des Tages ausgiebig gefeiert.


Der nächste Tag brachte dann erneut schwere Gegner. Im ersten Kampf am Sonntag mussten unsere Mädchen gegen das starke Team aus Frankfurt an der Oder ran. Bettina legte den Grundstein für den Sieg indem sie im ersten Kampf die starke Schamira Kiel bezwingen konnte. Danach lief es fast schon „wie gewohnt“ bis es erneut 2:2 stand und wieder einmal Anna den letzten Punkt erzielen konnte. Damit war das Halbfinale erreicht, und uns wurde klar, dass es an diesem Tag wohl nicht mehr nötig war den „Plan B“, nämlich nach einem Ausscheiden zum Schwimmen zu gehen, zu aktivieren.

Das Halbfinale gegen das Team aus den württembergischen Judo-Hochburgen Heubach/Steinheim lief dann erneut sehr spannend und auf hohem Niveau. Samira hatte in dieser Begegnung ein durchaus hartes Los, da ihre Gegnerin Annika Böhm immerhin amtierende süddeutsche Vize-Meisterin ist. Dennoch lies sich Samira nicht beeindrucken und gewann, womit der Weg für das schon fast gewohnte 2:2 frei war. Anna zeigte hier erneut ihre Kampfstärke und gewann ihren Kampf klar womit sie den Finaleinzug perfekt machte.

Im Finale stand uns dann das Team des Ausrichters aus Spremberg/Fürstenwalde gegenüber. Nachdem Bettina erneut gewinnen konnte musste Samira ausgerechnet im Finale ihre einzige Niederlage des Turniers gegen die brandenburgische Meisterin Luisa Engelkind hinnehmen. Diesen Vorteil konnten die Gastgeber dann schließlich über die nächsten Begegnungen halten und gewannen verdient mit 3:2 Gold. Unsere Mädels durften sich somit über einen hochverdienten, aber sicherlich auch unerwarteten zweiten Platz freuen. Am Ende des Tages eine grandiose Leistung!

Im Rahmenprogramm der Veranstaltung war auch ein Hindernis-Parcours für die Teams aufgebaut, den es durch gutes Teamwork möglichst schnell zu durchschreiten galt. Auch hier zeigten unsere Mädels eine tolle Leistung und durch einen schönen Ballwurf von Samira mit zugeordneter Zeitgutschrift konnte die Gruppe am Ende sogar den ersten Platz dieser „Team-Olympiade“ erzielen. Auch dafür gab es einen Pokal bei der Siegerehrung und somit fuhren unsere Mädels an diesem Tag mit zwei Trophäen nach Hause.

Die Veranstaltung war sicherlich ein Höhepunkt der Saison und für viele Mädchen auch eine schöne Möglichkeit Erfahrungen auf einem solch großen Turnier zu sammeln. Die Kämpfe waren allesamt auf einem hohen Niveau und die Tatsache, dass alle unsere Begegnungen mit nur einem Punkt Unterschied ausgingen zeigt die Leistungsdichte der Veranstaltung. Unser besonderer Dank geht an Patrick, der das Team super aufgestellt und betreut hat, an alle Eltern die den Weg nach Brandenburg auf sich genommen haben und nicht zuletzt an die Kinder die sich toll verkauft haben. Ebenfalls wollen wir uns beim Förderverein „Wir für Hadern“ für die finanzielle Unterstützung bedanken.

Das könnte Dich auch interessieren …