Unsere U15 beim Crocodiles Cup

Bereits zum dritten mal nach 2014 und 2015 fand sich eine Gruppe von U15 Judoka zusammen um nach Osnabrück zu reisen und am dortigen Crocodiles Cup internationale Erfahrungen zu sammeln. Im Gegensatz zu den vorangegangenen Jahren waren diesmal nur U15 Kinder mit von der Partie um unter der Aufsicht von Patrick Foschum am Turnier und dem nachfolgenden Lehrgang teilzunehmen.

Die Gruppe, allesamt erfahrene Athleten, bestand aus drei Mädchen und fünf Jungs. Am Freitag Vormittag trafen sich somit Samira Bock, Philine Brodnig, Hanna Forstner, Lukas Ohneiser, Tomas Scheffel, Oliver Scheffel, Henning Bräuninger, sowie Lucas Schouten am Bahnhof in Pasing um mit der Bahn nach Osnabrück zu fahren. Kurzfristig hatte sich noch die zeitgleich in München trainierende Gruppe aus Korea mit fünf Kämpfern angeschlossen, so dass sich mit den Betreuern insgesamt 19 Personen gen Norden aufmachten.

Die erste Hürde stellte dabei die Deutsche Bahn dar, da sie kurzerhand den geplanten Zug gegen einen anderen mit unterschiedlichen Wagennummern austauschte, so dass die Reservierungen nicht mehr gültig waren. Die zusätzlich auch noch umgedrehte Reihung der Klassen führte zu allerlei Konfusion und einer viertelstündlichen Wanderung durch den Zug auf der Suche nach passenden Sitzplätzen für alle. Glücklicherweise gab es aber am Ende genügend freie Plätze und damit konnten alle entspannen. Für einige stand noch Schularbeit auf dem Plan und Patrick nutzte die Zeit im Zug um sich auf seine Prüfungen vorzubereiten. Der Rest der Reise verlief dann plangemäß, so dass wir gegen 16:00 vor dem Hotel in Osnabrück standen. Dort checkten wir ein um danach den fünfzehnminütigen Fußmarsch zur Halle anzutreten wo das Einwiegen stattfand. Da alle Kämpfer ihr Gewicht hatten, konnten wir im Anschluss zum Abendessen in die nahegelegene Pizzeria gehen. Dort fanden alle etwas leckeres zu Essen und mit viel guter Laune ging der erste Abend zu Ende.

Der nächste Tag begann mit einem reichhaltigen Frühstück im Hotel. Leider war Samira wegen ihrer noch nicht völlig auskurierten Erkältung nicht in der Lage zu kämpfen, und somit blieb sie im Hotel während sich alle anderen in Richtung Halle aufmachten. Dort angekommen kämpfte bereits die U10/U12 und alle hatten noch genug Zeit um sich mental auf die kommende Herausforderung einzustellen.

Als es dann gegen Mittag losging, setzte Henning gleich einmal ein Zeichen indem er gegen einen der Koreaner mit Ippon gewann. Im weiteren Verlauf des Turniers zeigte er noch einige tolle Kämpfe und verlor im kleinen Finale nur knapp. Damit wurde er fünfter bei einer sehr starken internationalen Konkurrenz. Den anderen Jungs erging es aber leider nicht so gut. Zwar konnte sie einige Kämpfe gewinnen, am Ende reichte es aber bei keinem zu einer Platzierung unter den ersten sieben.

Bei den Mädchen fing Philine stark an, musste aber gleich im ersten Kampf in den golden Score. Diesen gewann sie zwar, war dann aber im nächsten Kampf nicht mehr in der Lage an dieses Ergebnis anzuknüpfen. Auch für sie sprang am Ende keine Platzierung heraus. Besonderes Pech hatte Hanna. Sie gewann ihren ersten Kampf, und lag im zweiten Kampf bereits mit Wazari in Führung als sie wegen einer Nackenrolle disqualifiziert und für den Rest des Turniers ausgeschlossen wurde. Schade!

Dennoch war die kurzfristig aufkeimende schlechte Laune schon bald wieder verflogen als wir alle zum Abendessen aufbrachen. Guter Dinge trafen wir bei der Pizzeria ein, um dann aber festzustellen, dass unsere Reservierung zwar entgegengenommen war, aber leider niemand einen Tisch für uns bereitgehalten hatte. Somit mussten die vielen hungrigen Mäuler zuerst im Innenhof Platz nehmen bis nach einigen Verhandlungen endlich auch im Restaurant für uns Platz war. Dann aber verflog auch der letzte Rest an Frust bei Pizza und Pasta. Im Hotel – so erzählte man später – war dann auf einigen Zimmern noch „After Fight Party“, wovon aber beim Frühstück am nächsten Tag nichts festzustellen war.

Wir alle räumten unsere Unterkunft im nach dem Frühstück und gingen ein letzes mal zur Judohalle um am Randori-Lehrgang teilzunehmen. Mittlerweile war auch Samira wieder soweit genesen, dass sie mitmachen konnte. Sie wollte die Gelegenheit schließlich nicht verstreichen lassen, sich mit hochkarätigen Judoka aus dem In- und Ausland zu raufen und so wertvolle Kampferfahrung zu sammeln.

Gegen Mittag mussten wir leider in Richtung Heimat aufbrechen und hatten somit nicht mehr die Möglichkeit am Nachmittagsteil des Lehrgangs teilzunehmen. Die Heimreise verlief dann planmäßig und selbst die leichte Verspätung des Zuges konnte die Deutsche Bahn bis München wieder aufholen. Dort erwarteten bereits die Eltern ihre durchweg gut gelaunten aber erschöpften Kinder und unsere dritte Osnabrückreise in vier Jahren ging zu Ende.

Wir möchten uns an dieser Stelle ausdrücklich bei Patrick Foschum bedanken, der trotz seines großen Pensums an der Technikerschule die Betreuung der Gruppe auf sich genommen hat. Danke auch an Astrid Brodnig, die bei der Organisation der Reise geholfen hat und auch mit nach Osnabrück gefahren ist.

Eine solche Reise wäre nicht möglich ohne die finanzielle Unterstützung durch den Förderverein „Wir für Hadern“, dem wir hier ebenso danken möchten wie dem Ausrichter des tollen und professionell organisierten Crocodiles Cups in Osnabrück. Es hat allen erneut großen Spaß gemacht und vielleicht findet sich ja im nächsten Jahr wieder eine Gruppe, die den Weg nach Norden wagen wird.

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