Abu Dhabi – unglückliche Entscheidung gegen Samira Bock
Samira Bock belegte beim Grand Slam in Abu Dhabi in der Gewichtsklasse -70kg einen guten 5.Platz.
Samira startete mit einem Sieg gegen die Britin Kelly Petersen Pollard und einem weiteren Ippon-Erfolg gegen die Griechin Elisavet Teltsidou, immerhin zwölfte der Weltranglisten, erfolgversprechend in den Wettkampf.
Auch gegen die Nr.11 der Weltrangliste, der Portugiesin Tais Pina, gelang Samira nach zwei Minuten ein Yuko-Vorteil, musste sich dann aber doch noch geschlagen geben und den Wettkampf in der Trostrunde fortsetzen.
Mit Lara Cvjetko aus Kroatien wartete dort die Nr.3 der Weltrangliste und damit erneut eine richtig starke Kontrahentin. Der Kampf verlief ausgeglichen und musste im Golden Score eine Siegerin finden. Aber bereits nach 15 Sekunden gelang Samira mit einem Uchi-mata der siegreiche Punktgewinn und damit der Einzug ins kleine Finale.
Und weil an diesem Tag nur Topp-Athletinnen als Gegnerin auf Samira trafen, musste sie im Kampf um Bronze gar gegen die Weltranglistenerste Aoife Coughlan aus Australien auf die Matte. Der Kampf verlief lange ausgeglichen, beide Athletinnen konnte keine entscheidende Wertung erzielen und so musste auch hier die Medaillengewinnerin im Golden Score ermittelt werden.
Die Entscheidung fiel erst nach 6:41 Minuten. Nach einem guten O-uchi-gari Ansatz von Samira, springt die Australierin ohne sichtbaren Gleichgewichtsbruch, auf die Knie. Der KR unterbricht und gibt, gänzlich unverständlicherweise, das 3.Shido gegen Samira. Ein, auch nach mehrfachem Studium der Aufnahmen, mehr als unglücklicher Moment den Kampf auf diese Weise zu entscheiden.
Damit verpasst Samira die Medaille nur knapp und belegt am Ende eines starken Wettkampftages den 5.Platz. Schade, aber im Medaillenkampf hätte man Samira eine etwas glücklichere Hand der KR gewünscht.
Text: G.Auer
Bild: Gabriela Sabau/IJF




