Siegi Sterr ist im Alter von 87 Jahren verstorben

Ein Leben für den Judosport ging zu Ende.

Mit großem Bestürzen und Trauer haben wir vom Tod unseres Freundes und Ehren-Vorstands der Judo-Abteilung, Siegi Sterr, Kenntnis genommen.

Siegi war wie kaum ein anderer mit der Entwicklung des Judo in München und Bayern verbunden. Über 74 Jahre seines Lebens hatte er dem Judo gewidmet: als Athlet, Förderer und unermüdlicher, aber stets gut gelaunter Organisator, entwickelte er die Judoabteilung des TSV Großhadern zu dem, was sie heute ist.

Bereits in den Anfängen in den 1950er Jahren, als er noch mit seinem Bruder Josef unter einfachsten Bedingungen trainierte, konnte man seine brennende Leidenschaft für unseren Sport beobachten. Er machte Judo in München durch Turniere, Werbeaktionen und Familienveranstaltungen bekannt und bereits nach wenigen Jahren konnte er mit dem Verein bei Deutschen Meisterschaften teilnehmen und Erfolge feiern.

Durch seine herzliche Art und sein Durchhaltevermögen, vermochte er es schier unglaubliche Dinge zu verwirklichen. So wurde sein Lebenswerk im Jahre 1991 durch den Bau des Dojo in Großhadern auch nach außen weithin sichtbar in Holz, Glas und Stein verewigt. Diese Halle, die bereits seit langem seinen Namen trägt, wurde seither zu einem der erfolgreichsten Judo-Standorte in Deutschland und der TSV Großhadern konnte hier Jodoka von Weltklasse ausbilden.

Aber neben dem Spitzensport war es Siegi auch immer ein Anliegen die Freude am Judo allen, speziell aber den Kindern zu vermitteln. So war er als „Nikolaus“ seit vielen Jahren unverzichtbarer Bestandteil des Weihnachtsturniers, und war auch sonst auf vielen kleinen und großen Jugendturnieren gern gesehener Gast. Er engagierte sich bis zum Schluss im Förderverein „Wir für Hadern“, weil er darin das Erfolgsmodell für die Zukunft sah: Alt- und Jung, Ehemalige und Aktive, oder einfach alle, die Judo im TSV Großhadern unterstützen wollen zusammenzubringen.

Siegi wird uns allen fehlen. Seine treffgenauen Kampf-Analysen, sein Lachen und seine unaufdringliche Art Dinge voranzubringen waren für uns stets Ansporn und Vorbild. Unsere Gedanken sind in dieser schweren Zeit bei seiner Frau und seiner Familie.