Starke Vorstellung der MU21 bei der Süddeutschen Meisterschaft

Mit einem hervorragenden Ergebnis von 5 Podestplätzen konnten die Großhaderner Athleten am Samstag den 14. Februar in Pforzheim bei der Süddeutschen brillieren und damit das Ticket für die Deutsche Meisterschaft in 3 Wochen in Frankfurt an der Oder lösen. Die Süddeutsche Meisterschaft ist nach wie vor eine harte Bewährungsprobe für die Athleten.

Süddeutschland ist mit Bayern, Baden und Württemberg eine sehr starke Gruppe. Nur die Medaillengewinner qualifizieren sich für die höchste Meisterschaft.
Zu den aus der Serie Qualifizierten kommen aus den Landesverbänden starke Athleten dazu, die auf die Gruppenmeisterschaft gesetzt werden, sodass die Luft noch einmal ein wenig dünner wird.
Winston Gordon machte sich mit 7 Kämpfern auf den Weg, um bei der Medaillenvergabe am Ende des Tages ganz oben zu rangieren.
Krankheitsbedingt waren viele Gewichtsklassen nicht voll besetzt, in den beiden unteren Gewichtsklassen hatte Großhadern zudem keine Starter.

Bis 66kg waren als jüngster Jahrgang Lennart Wodnitzki qualifiziert am Start, dazu kamen die gesetzten Lukas Vennekold und David Karle, beide als ältester Jahrgang der MU21.
Lennart Wodnitzki hatte in dieser stark besetzten Gewichtsklasse leider nicht die Nase vorn. Er unterlag in der Hauptrunde Kai Klein, der später 3. wurde, und dann seinem Bayernkaderkollegen Yannik Himmelsbach in der Trostrunde; allerdings bleiben ihm ja in der U21 noch zwei weitere Jahre.

Auch bei Lukas Vennekold lief es zunächst nicht ganz rund. Auf der Matte zwei kämpfend, auf der das Care System häufig zu den Entscheidungen befragt wurde, wurde er nach Erstrundensieg im zweiten Kampf gegen den Badener Pascal Bruckmann auf eine harte Probe gestellt. Bissig wurde gekämpft und Lukas zum Sieger erklärt. Bereits von der Matte gehend wurden nach Debatten am Kampfrichtertisch die Athleten zur Matte zurück gerufen und es sollte weitergehen, die Mattenkamera ließ ein Shido für Lukas nachkorrigieren.

Er war sichtlich nervös und verlor leider seine Konzentration und damit auch den Kampf im Golden score. So musste es die Trostrunde richten. Das kleine Finale bescherte ihm Alexander Leiser, der sich zuvor ein hartes Duell mit Teamkollegen David Karle geliefert hatte.
„Hold the line“ hatte Winston vorher ausgegeben. Lukas war nervös und ließ sich leider mit einer schnellen Attacke erwischen; Alexander Leiser musste jedoch komplett entkräftet trotz Führung dem Großhaderner Athleten am Ende kampfunfähig den Vorrang lassen. Lukas freute sich über die Quali und den Bronzerang.

David Karle, der vor zwei Wochen seine Form bereits beim Ranglistenturnier in Straussberg mit dem Silberrang bestätigt hatte, war der dritte Athlet im 66kg Limit.
Die ersten beiden Begegnungen meisterte er mit überzeugenden Siegen. Alexander Leiser war danach ein Athlet mit Format und Ambitionen im Halbfinale. Beide wussten, dass die Niederlage das kleine Finale mit Lukas Vennekold bedeuten würde; so wurde intensiv und konzentriert gekämpft. David bezwang den Badener Athleten und konnte sich auf das Finale freuen.

Im anderen Pool hatte sich Pascal Bruckmann durchgesetzt; David blieb in der Finalbegegnung gewohnt bissig und konsequent. Schließlich nagelte er den Mannheimer Athleten am Boden in einem zwingenden Haltegriff fest und jubelte über Gold!
Bis 73kg war Sammy Enkelmann am Start. Auch hier gab es zwei Gesetzte, die sicherlich zu den Favoriten dieser Klasse zählten. Dennis Klein aus Mannheim und Leon Maier aus Backnang.
Sammy machte mit einem souveränen ersten Sieg und danach einem Blitzsieg durch Fußfeger in Runde zwei einen guten Start.
Patrick Fixmer vom ESV Ingolstadt hatte zuvor den favorisierten Dennis Klein besiegt, sodass die Halbfinalbegegnung die Wiederauflage der Bayerischen Meisterschaft hieß. Sammy ließ nichts anbrennen und siegte nach Wazaari für Tai-o-toshi mit vollem Punkt durch san-gaku-gatame.

Leon Maier von der TSG Backnang war mit Silber der Ranglistenturniere in Strausberg und Wolfgang-Welz Gedächtnisturniers in Mannheim auf dem Papier sicherlich der Matchwinner des Finals mit dem erst 17jährigen Sammy. Vollkommen unbeeindruckt setzte der Großhaderner Athlet konsequent seinen Griff durch, ging schnell mit Yuko in Führung, legte noch ein Yuko drauf und erhöhte am Ende der Kampfzeit mit einem dynamischen O-Goshi noch auf Ippon. „Alles richtig gemacht“, so Trainer Ralf Matusche zu seinem Athleten, „Griffdominanz gepaart mit tollen Techniken, ein klasse Kampf!“ Ein fettes Ausrufezeichen für Sammy nach diesem sehenswerten Finale.
Hugo Murphy war im 81kg Limit unterwegs: Hier fehlten krankheitsbedingt sogar 5 Athleten. Nach Freilos bezwang er Jan König vom JT Steinheim in gewohnt souveräner Manier. Das Halbfinale gegen Florian Schwob aus Erlangen war ein hitziger Kampf; der Nordbayer erwischte Hugo mit einer sauberen Technik, die der Großhaderner trotz vehementer Attacken nicht aufholen konnte. Schade, aber es gab ja noch das kleine Finale, um sich zu qualifizieren. Sergej Kosenko hieß der Gegner, der ebenso Bronze holen wollte.
„Hold the line“ war auch hier neben der eigenen Motivation für Hugo ein zusätzlicher Ansporn; einmal angezuckt beförderte er Kosenko mit einem Fußfeger auf die Matte, und so konnte Hugo mit den anderen Athleten strahlend Edelmetall in Empfang nehmen, in einer Gewichtsklasse, die aus Süddeutschland mit den Bayern stark besetzt ist.

Bis 90kg waren mit Simon Höllerich als bayerischer Meister und Tim Güther als gesetzter Athlet zwei Großhaderner Kämpfer unterwegs.
Simon fasste in der ersten Begegnung reflexartig dem späteren Sieger Sidney Mai ans Bein, was eine unerlaubte Aktion ist und wurde somit in die Trostrunde bugsiert. Leider konnte er nach einer für ihn danach gut laufenden Trostrunde gegen Guido Kramer im kleinen Finale nicht punkten und wurde sehr unglücklicher 5.

Tim Güther, ebenso bis 90kg, war focussiert, er bezwang nach Freilos seine beiden nächsten Gegner problemlos. Wie gewohnt setzte er seine stärksten Waffen O-soto-gari und Fußfeger gekonnt und souverän ein, ließ am Boden keine Chance aus.
Das erwartete Finale in dieser Kategorie hieß dann auch Sidney Mai gegen Tim Güther. Beide verfügen über sehr ähnliche und physisch präsente Kampfstile. Keiner verlor den Faden, der Mannheimer Athlet konnte jedoch mit einer kleinen Wertung die Führung erzielen und über die weitere Kampfzeit verwalten.
Tim zeigte sich zunächst enttäuscht, weiß jedoch, dass auch mit Silber in der Tasche alle Karten bei der Deutschen im März neu gemischt sind.

Winston Gordon auf diesem Wege ein herzliches Dankeschön für das erfolgreiche Coachen und den Qualifizierten herzliche Glückwünsche und eine verletzungsfreie Vorbereitungszeit!

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