Ein spannendes Wochenende für die MU14 in Brandenburg

Der Bundesentscheid der Vereinsmannschaftsmeisterschaft (Jugendpokal), die jedes Jahr für die U14 in Senftenberg stattfindet, erfordert einiges an Planung. Diesmal wurden die U14- und U18-Turniere parallel in der Niederlausitzhalle ausgetragen, was die Sache nicht einfacher machte. Mit insgesamt 3 Mannschaften ist der TSV Großhadern nach Brandenburg gereist und hat dort ein aktionsreiches Wochenende verbracht. Mit dabei waren die Jungs der U14, die Mädchen der gleichen Altersklasse und die Frauen der U18. Ein Männerteam U18 kam leider nicht zustande.

Die Anreise erfolgte bereits am Freitag den 16.11.18. Nach mehrstündiger Fahrt kamen die Jungs zur Akkreditierung in der Halle an und wurden abgewogen. Danach wurde ein chinesisches Buffet leergeräumt. Am nächsten Tag starteten die Wettkämpfe. 80 Mannschaften mit insgesamt über 700 Judoka waren gemeldet. Die Sporthalle war brechend voll. Gekämpft wurde auf 10 Matten, die in 2 Reihen eng angeordnet waren. Leider war der Zugang zu der hinteren Reihe nicht möglich, was für die Familien, Fans und Zuschauer etwas schade war.

In der 1. Runde trat der TSV Großhadern gegen den TuS Griesheim aus Hessen an. Den Anfang machte Matthäus Naefe -37 kg, der gegen Finn Meyner mit zwei Waza-ari den ersten Punkt für das Team holte. Alexander Schulze kämpfte -42 kg gegen Philipp Tengicki. Der Kampf lief sehr gut, bis Alex gekontert wurde und verlor. Adam Toszegi konnte -48 kg Louis Fehling mit zwei Waza-ari besiegen. Bis 55 kg hatte Wilhelm Lorenz ein Freilos, somit war die Begegnung für unsere Jungs bereits entschieden. Dadurch war es auch nicht weiter schlimm, dass Tobias Lüdtke den letzten Punkt abgeben musste. Mit einem 3:2-Sieg war unser Team in der nächsten Runde.

TSV Großhadern hatte in Runde 2 den Bramfelder SV aus Hamburg als Gegner. Das Freilos für Nabil Jiti sicherte den ersten Punkt. Alex konnte gegen Samuel Schmidt ein Waza-ari und dann einen Ippon erzielen. Den dritten Punkt machte Adam Toszegi klar, mit Ippon nach knapp 2 Minuten. Willi hatte etwas Pech, sein Ippon wurde aufgehoben und sein Gegner Simon Schierholz konnte daraufhin mit zwei Waza-ari für Bramfeld punkten. Ebenso erging es Tobi, was zu einem Endstand von 3:2 für Großhadern führte.

Die dritte Begegnung der Vorrunde entschied, wer Gruppenerster werden würde. Unser MU14-Team hatte den starken Willen, gegen RSV Eintracht (Potsdam/Brandenburg) ein Zeichen zu setzen und war hochmotiviert. Da der Kämpfer -37 kg nicht angetreten war, holte Matthäus den ersten Punkt mit Freilos. Dann kam Alex an die Reihe und besiegte Niclas Hofmann nach 5 Sekunden mit Ippon. Adam tat es seinem Freund gleich und warf Robert Jahnke nach 12 Sekunden mit Ippon. Somit hatte Großhadern vermeintlich den Sieg schon in der Tasche. Willi hatte mit Josef Voroshilovskiy einen deutlich größeren Gegner und musste nach Armhebel leider aufgeben. Auch Tobi konnte sich nicht durchsetzen. Nach starken Protesten des gegnerischen Trainers ließen sich die Kampfrichter überreden, den verspäteten Viktor Claus -37 kg doch noch antreten zu lassen. Matthäus musste also noch einmal auf die Matte. Matze gab Vollgas, wohingegen sein Gegner nicht wirklich motiviert war, drei Shidos wegen defensiver bzw. passiver Kampfweise erhielt und disqualifiziert wurde. Wieder ein 3:2 für den TSV Großhadern, und damit der Gruppensieg!

Nach den durchaus spannenden Kämpfen standen unsere Jungs nun im Achtelfinale gegen die Delizscher Sportfüchse aus Sachsen. Matthäus startete mit einem Freilos. Alex trat gegen Erik Tasler an, der kein Mittel gegen unseren Kämpfer fand und mit drei Shido wegen Passivität disqualifiziert wurde. Adam konnte Bill Schweiger mit Waza-ari und Festhalter besiegen und sorgte für den 3:0 Zwischenstand. Willi warf Eric Roeder zweimal mit Waza-ari, Punkt 4 für Hadern. Die Sensation lieferte Tobi Lüdtke, der Roman Slyusarenko mit Waza-ari auf die Matte donnerte und den Endstand von 5:0 für Großhadern perfekt machte! Die Jungs jubelten.

Nun galt es den Hamburger Verein TH Eilbeck im Viertelfinale zu schlagen. Matthäus konnte sich gegen seinen Gegner leider nicht durchsetzen. Alexander Schulze wurde durch Oskar Wilke in keinem Moment gefährdet, doch hatte dieser einen recht unkonventionellen Kampfstil. Das führte zwar dazu, dass Wilke zwei Shido wegen Griffverhinderung erhielt, Alex jedoch von ihm dreimal aus der Matte gestoßen wurde, dies vom Kampfrichter geahndet wurde und Alex am Ende mit einem Hansoku-make eine bittere Niederlage einstecken musste. Auch Adam hatte unter einer seltsamen Kampfrichterentscheidung zu leiden. Er warf mit Ippon und hatte seinen Gegner sicher im Festhalter. Der Kampf wurde gestoppt und danach das Ippon in ein Waza-ari umgewandelt. Doch Adam ließ sich nicht irritieren und legte mit einem weiteren Ippon nach. Willi konnte den Anschlusspunkt holen, mit einem Waza-ari im Golden Score besiegte er seinen Gegner Slovic. Es stand nun 2:2 und alles hing von Tobi ab. Dieser war jedoch sehr aufgeregt, passte kurz nicht auf und kam in einen Festhalter.

Mit einem 2:3 musste der TSV Großhadern diese äußerst knappe und etwas unglückliche Begegnung abgeben. TH Eilbeck wurde am Ende deutscher Vizemeister.

In der Trostrunde lautete der Gegner noch einmal RSV Eintracht. Würde Großhadern seinen ersten Sieg gegen die Mannschaft wiederholen können? Matthäus gab alles, doch sein Gegner Viktor Claus konnte kurz vor Ablauf der Kampfzeit noch einen halben Punkt holen. Alex wollte an seinen vorherigen Sieg gegen Niclas Hofmann anknüpfen und es sah auch sehr gut aus. Dann jedoch wurde Alex mit Hansoku-make disqualifiziert, weil er sich bei einer Wurfaktion über den Kopf abrollte. Wegen des Verletzungsrisikos wird dies von den Kampfrichtern grundsätzlich bestraft. Was für ein Pech! Adam holte seinen sechsten Sieg des Tages im Kampf gegen Jahnke. Doch leider konnten Willi und Tobi nicht den Erfolg nicht fortsetzen und die MU14-Mannschaft des TSV Großhadern schied mit 1:4 aus dem Turnier aus. RSV Eintracht wurde am Ende Fünfter.

Selten lagen bei einem Turnier Freude und Frust so dicht zusammen. Die Teilnahme an den Finalkämpfen war in greifbarer Nähe gewesen, doch dafür braucht man oft auch eine Portion Glück und die fehlte einfach an diesem Tag. Immerhin wurde es unseren Jungs bewusst, dass auch mehr drin gewesen wäre. Ein besonderer Dank geht an die Athleten Marwin Weber, Franz Geigl, Mikael Minasyan und Valentin Sommer, die durch ihre Teilnahme nicht nur für die nötige Unterstützung sorgten, sondern der Mannschaft auch Sicherheit gaben. Dieser Dienst ist nicht zu unterschätzen!

Am Abend wurde noch kräftig mit der befreundeten Mannschaft von SC Armin/PSV München gefeiert, alle Beteiligten hatten über Vereinsgrenzen hinweg eine Menge Spaß. Das Wochenende war für das ganze Team ein prägendes und tolles Erlebnis. Herzlichen Dank an den Head Coach Babak Banaiy sowie an Eric Rahn, der als Trainer der FU14 immer wieder unterstützend zur Seite stand.

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