Zweimal Gold und zweimal Bronze bei den Deutschen Meisterschaften der U18 Frauen

Am Wochenende vom 29.2. zum 1.3.2020 fand die diesjährige deutsche Einzelmeisterschaft der Männer und Frauen unter 18 Jahren in Leipzig statt. Der TSV Großhadern entsandte insgesamt dreizehn Athleten zur höchsten nationalen Meisterschaft.

Am Samstag kämpften die Jungs und konnten bereits zwei Gold und eine Bronze Medaille erringen (siehe Bericht). Glückwunsch dazu!

Am Sonntag kamen dann unsere acht weiblichen Judoka auf die Matte.

Sina Moussavi (-40 kg) war hoch motiviert und wollte an ihre Goldmedaille bei der süddeutschen Meisterschaft anknüpfen. Nach einem Freilos stand Sina gleich der späteren Siegerin Ngyuen aus Hessen gegenüber, musste sich aber leider im Golden Score geschlagen geben. Sie blieb trotzdem konzentriert und vermochte ihre Bayernkaderkollegin Kast aus Nürnberg in der Trotsrunde souverän zu besiegen. Danach folgten zwei weitere schöne Siege und Sina errang verdient die Bronzemedaille. Glückwunsch!

Hannah Frobenius (-44 kg) startete bei ihrer zweiten deutschen Meisterschaft. Sie musste sich jedoch direkt im ersten Duell geschlagen geben. Danach folgten noch ein Sieg in der Trostrunde bevor Hannah die Segel streichen musste. Auch sie zeigte eine couragierte Leistung an diesem Tag.

Bis 48 kg hatten wir gleich zwei Starterinnen im Rennen. Greta Pogoda verlor ihren Auftaktkampf und musste wie Sina in der Trostrunde weiterkämpfen. Es folgten zwei Siege und eine Niederlage bevor Greta aus dem Turnier ausschied. Als jüngster Jahrgang hat sie dennoch bewiesen, dass sie mit der nationalen Spitze mithalten kann.

Die Sensation des Tages lieferte Sarah Gretzki, ebenso bis 48 kg. Den ersten Kampf meisterte sie innerhalb von 10 Sekunden, aber gleich im zweiten Duell wartete Djeriou aus Hessen auf Sarah. Beim letzten Aufeinandertreffen hatte Djeriou zwar die Nase vorn, aber Sarah lies sich nicht aus der Ruhe bringen und im Golden Score verliess sie schließlich die Matte als Siegerin. Im Pool-Finale gewann Sarah ungefährdet, und so stand sie im Halbfinale. Dieser Kampf wurde erneut in der Verlängerung entschieden und Sarah stand als jüngster Jahrgang im Finale. Hier wartete Anja Vishnevskaya, zweifache Medaillengewinnerin der letzten zwei deutschen Meisterschaften. Sarah blieb jedoch cool und könnte eine Wazari Wertung über die Zeit verteidigen. Damit stand sie am Ende des Tages ganz oben auf dem Treppchen. Glückwunsch zum deutschen Meistertitel!

Die durch einen Infekt noch leicht angeschlagene Amelie Lenhard kämpfte bis 52 kg. Sie verlor den ersten Kampf und durfte in der Trostrunde weiter kämpfen. Hier siegte sie noch zweimal bevor die Kräfte weg waren und sie sich geschlagen geben musste. Schade, dass sie an diesem Tag ihr Potenzial nicht zeigen konnte.

Die zweite Bronzemedaille des Tages gewann Natascha Lauber (-52 kg). Nach einem Freilos war Natascha in ihrer ersten Begegnung kurz unaufmerksam und verlor somit den Auftaktkampf. Danach musste sie den langen Weg durch die Trostrunde gehen um die Hoffnung auf eine Medaille zu wahren. Sie zeigte ihre Klasse und bezwang die nächsten vier Opponentinnen alle mit Ippon. Im kleinen Finale wartete Marlen Ates aus Potsdam auf sie. Auch hier blieb sie ruhig und gewann die Begegnung und durfte sich damit über Bronze freuen.

Bis 57 kg war Philine Brodnig am Start. Trotz einiger kleiner Verletzungen in der letzten Zeit war Philine hochmotiviert. Das Los meinte es aber nicht gut mit Philine. Gleich zu Beginn stand sie der späteren Meisterin Sedlmeier aus Hessen gegenüber und verlor so gleich ihren Auftaktkampf. Diese Niederlage schickte Philine in die Trostrunde wo sie noch zweimal Siegen konnte. Nach einer kurzen Unachtsamkeit im vierten Kampf war der Tag für Philine leider auch viel zu früh zu Ende.

Als amtierende deutsche Meisterin und nach ihrem Sieg beim European Cup in Spanien zwei Wochen zuvor, war Samira Bock (-63 kg) eine der Favoritinnen auf den Titel in dieser Klasse. Nach zwei Auftaktsiegen innerhalb der ersten zwei Kampfminuten stand Samira in ihrer dritten Begegnung dann ihrer Freundin und Dauerrivalin Jasmin Lochen aus Abensberg gegenüber. Hier behielt Samira die Nerven und gewann souverän. Das nachfolgende Halbfinale gewann Samira dann mit einem schönen Fußfeger und im Finale wartete Thiele aus Potsdam auf sie. Samira nutzte ein Bodenaktion in der ersten Minute und konnte damit das Finale entscheiden. Glückwunsch zum verteidigten Meistertitel!

Mit vier Titeln und drei weiteren Bronzemedaillen, war Großhadern mit Abstand der erfolgreichste Verein an diesem Wochenende. Vielen Dank an Milan Disovic für sienen unermüdlichen Einsatz. Unser Dank geht auch an das Landestrainerteam für ihre Unterstützung beim Coaching am Wochenende.

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